IT-Lexikon
In diesem kleinen IT-Lexikon erfährst du alles Wissenswerte rund um die spannenden Themen der Full-Stack Entwicklung und DevOps. Hier findest du klare und leicht verständliche Erläuterungen, die selbst komplexe technische Begriffe ganz einfach auf den Punkt bringen.
Ein Proxy (oder Proxy‑Server) ist ein Vermittler zwischen einem Gerät und dem Internet. Statt dass dein Computer direkt mit einer Website oder einem Dienst kommuniziert, übernimmt der Proxy die Anfrage und leitet sie weiter. Dadurch kann er Daten filtern, schützen, zwischenspeichern oder anonymisieren.
Was macht ein Proxy?
Ein Proxy sitzt zwischen Client und Zielserver und übernimmt Aufgaben wie:
- Anonymisierung der IP‑Adresse
- Filtern von Inhalten (z. B. Jugendschutz, Unternehmensrichtlinien)
- Caching (Zwischenspeichern) von häufig genutzten Webseiten
- Sicherheitskontrolle von Datenverkehr
- Lastverteilung in großen Netzwerken
Typische Proxy‑Arten
1. Forward Proxy
- Der klassische Proxy
- Nutzer → Proxy → Internet
- Wird oft in Unternehmen genutzt, um Traffic zu kontrollieren
2. Reverse Proxy
- Steht vor einem Server oder einer Serverfarm
- Internet → Reverse Proxy → Server
- Schützt Server, verteilt Last, verbessert Performance
- Beispiele: NGINX, HAProxy
3. Transparent Proxy
- Nutzer merkt nicht, dass ein Proxy verwendet wird
- Wird oft in Schulen, Hotels oder Unternehmen eingesetzt
4. Anonymisierungs‑Proxy
- Versteckt die echte IP‑Adresse
- Wird für Datenschutz oder Geoblocking‑Umgehung genutzt
5. Caching‑Proxy
- Speichert häufig abgerufene Inhalte
- Beschleunigt Webseiten und spart Bandbreite
Vorteile eines Proxys
- Mehr Sicherheit durch Filter und Kontrolle
- Schutz der Privatsphäre
- Schnellere Ladezeiten durch Caching
- Zentrale Verwaltung des Datenverkehrs
- Lastverteilung für Server
Nachteile und Risiken
- Falsche Konfiguration kann Sicherheit schwächen
- Proxys können selbst zum Angriffsziel werden
- Anonymisierungs‑Proxys sind nicht immer vertrauenswürdig
- Zusätzliche Latenz möglich