RAID steht für Redundant Array of Independent Disks.
Es ist ein Verfahren, bei dem mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammengefasst werden, um entweder:
- die Datensicherheit zu erhöhen,
- die Leistung zu verbessern
- oder beides gleichzeitig zu erreichen.
RAID ist kein Backup, aber ein wichtiger Baustein für Ausfallsicherheit.
Die wichtigsten RAID‑Level im Überblick
RAID 0 – Striping
Daten werden auf mehrere Festplatten verteilt, um die Geschwindigkeit zu erhöhen.
Es gibt keine Redundanz. Fällt eine Platte aus, sind alle Daten verloren.
RAID 1 – Mirroring
Alle Daten werden 1:1 gespiegelt.
Fällt eine Festplatte aus, läuft das System weiter.
Benötigt doppelte Speicherkapazität.
RAID 5 – Striping mit Parität
Daten und Paritätsinformationen werden auf mindestens drei Platten verteilt.
Eine Platte darf ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen.
Guter Kompromiss aus Sicherheit und Speicherplatz.
RAID 6 – Striping mit doppelter Parität
Ähnlich wie RAID 5, aber mit zusätzlicher Paritätsinformation.
Zwei Platten dürfen ausfallen.
Ideal für große Speicherverbünde.
RAID 10 – Kombination aus RAID 1 und RAID 0
Erst Spiegelung, dann Striping.
Sehr hohe Geschwindigkeit und hohe Ausfallsicherheit.
Benötigt mindestens vier Festplatten.
Hardware‑RAID vs. Software‑RAID
Hardware‑RAID
Ein dedizierter RAID‑Controller übernimmt die Verwaltung.
Vorteile: hohe Leistung, unabhängig vom Betriebssystem.
Nachteile: teurer, Controller‑Ausfall kann kritisch sein.
Software‑RAID
Das Betriebssystem verwaltet den RAID‑Verbund.
Vorteile: flexibel, kostengünstig, leicht wiederherstellbar.
Nachteile: etwas höhere CPU‑Last.
Wofür RAID eingesetzt wird
- Server und Rechenzentren
- NAS‑Systeme im Unternehmen oder Zuhause
- Datenbanken
- Virtualisierung
- Systeme, die hohe Verfügbarkeit benötigen
Wichtiger Hinweis
RAID schützt vor Hardwareausfällen, aber nicht vor:
- versehentlichem Löschen
- Ransomware
- Softwarefehlern
- Feuer, Diebstahl oder Überspannung
Ein Backup bleibt also unverzichtbar.