IT-Lexikon
In diesem kleinen IT-Lexikon erfährst du alles Wissenswerte rund um die spannenden Themen der Full-Stack Entwicklung und DevOps. Hier findest du klare und leicht verständliche Erläuterungen, die selbst komplexe technische Begriffe ganz einfach auf den Punkt bringen.
JBOD steht für Just a Bunch of Disks und beschreibt eine Speicheranordnung, bei der mehrere Festplatten einfach zu einem großen logischen Speicher zusammengefasst werden, ohne RAID‑Funktionen wie Redundanz oder Parität. Die Platten werden also nicht gespiegelt oder geschützt, sondern nur „aneinandergereiht“.
Wie JBOD funktioniert
- Mehrere physische Festplatten werden zu einem einzigen logischen Volume kombiniert.
- Das System behandelt sie wie einen großen Speicherbereich.
- Daten werden der Reihe nach auf die verfügbaren Platten geschrieben.
- Es gibt keine automatische Fehlerkorrektur oder Wiederherstellung.
Vorteile von JBOD
- Maximale Nutzung der gesamten Kapazität aller Festplatten
- Keine Anforderungen an gleiche Größe oder gleiche Modelle
- Sehr einfach einzurichten
- Ideal für Daten, die nicht kritisch sind oder leicht wiederherstellbar
Nachteile von JBOD
- Keine Redundanz: Fällt eine Platte aus, können alle Daten verloren gehen
- Keine Performance‑Vorteile wie bei RAID‑0 oder RAID‑10
- Nicht geeignet für wichtige oder geschäftskritische Daten
Typische Einsatzbereiche
- Medienserver oder Archivspeicher, bei denen Daten repliziert oder extern gesichert werden
- Testumgebungen
- Systeme, bei denen Kapazität wichtiger ist als Ausfallsicherheit
- Situationen, in denen Platten unterschiedlicher Größe genutzt werden sollen