Active Directory (AD) ist ein von Microsoft entwickelter Verzeichnisdienst, der in Unternehmensnetzwerken zur zentralen Verwaltung von Benutzern, Computern und Ressourcen eingesetzt wird. Er ermöglicht es Administratorinnen und Administratoren, Zugriffsrechte, Sicherheitsrichtlinien und Netzwerkstrukturen effizient zu steuern. AD bildet damit das organisatorische Rückgrat vieler Windows‑basierten IT‑Infrastrukturen.
Ein zentrales Element von Active Directory ist die Domäne, in der alle Objekte wie Benutzerkonten, Gruppen, Geräte oder Dienste gespeichert und verwaltet werden. Diese Objekte werden in einer hierarchischen Struktur organisiert, die eine klare und nachvollziehbare Abbildung der Unternehmensorganisation erlaubt. Durch Gruppenrichtlinien (GPOs) lassen sich zudem Einstellungen und Sicherheitsvorgaben zentral ausrollen.
Active Directory nutzt das LDAP‑Protokoll zur Abfrage und Verwaltung von Verzeichnisinformationen sowie Kerberos für die sichere Authentifizierung. Dadurch wird gewährleistet, dass Benutzer sich sicher anmelden und nur auf die Ressourcen zugreifen können, für die sie berechtigt sind. Die Kombination dieser Technologien sorgt für hohe Sicherheit und effiziente Verwaltung im Netzwerk.
In modernen IT‑Umgebungen wird Active Directory häufig mit Cloud‑Diensten wie Azure Active Directory kombiniert, um hybride Identitätslösungen zu realisieren. Dadurch können Unternehmen sowohl lokale Systeme als auch Cloud‑Anwendungen zentral verwalten und ein einheitliches Identitäts‑ und Zugriffsmanagement sicherstellen.