Disaster Recovery (DR) umfasst alle Maßnahmen, Prozesse und Technologien, die sicherstellen, dass ein Unternehmen nach einem schwerwiegenden IT‑Ausfall oder einem anderen Störfall seine Systeme und Daten schnell wiederherstellen kann. Es ist ein zentraler Bestandteil der Business Continuity.
Ziel von Disaster Recovery
- Kritische Systeme möglichst schnell wieder funktionsfähig machen
- Datenverlust minimieren
- Betriebsunterbrechungen reduzieren
- Geschäftskontinuität sicherstellen
Typische Ursachen für einen DR‑Fall
- Hardware‑ oder Systemausfälle
- Cyberangriffe (z. B. Ransomware)
- Naturkatastrophen
- Stromausfälle
- Menschliche Fehler
- Softwarefehler oder fehlerhafte Updates
Wichtige Konzepte im Disaster Recovery
Recovery Time Objective (RTO)
Gibt an, wie lange ein System maximal ausfallen darf.
Recovery Point Objective (RPO)
Definiert, wie viele Daten maximal verloren gehen dürfen (z. B. 15 Minuten).
Failover
Automatisches oder manuelles Umschalten auf ein Ersatzsystem.
Failback
Rückkehr zum ursprünglichen System, sobald es wieder verfügbar ist.
Disaster‑Recovery‑Strategien
Backup‑basiert
Regelmäßige Sicherungen, die im Notfall zurückgespielt werden.
Geeignet für weniger zeitkritische Systeme.
Warm‑ oder Cold‑Standby
Bereitstellung von Ersatzsystemen, die im Notfall aktiviert werden.
Hot‑Standby / Hochverfügbarkeit
Systeme laufen parallel und können sofort übernehmen.
Ideal für kritische Anwendungen.
Cloud‑basiertes DR (DRaaS)
Disaster Recovery als Service über Cloud‑Anbieter.
Vorteile: Skalierbarkeit, geringere Kosten, schnelle Wiederherstellung.
Bestandteile eines DR‑Plans
- Inventar aller kritischen Systeme
- Priorisierung nach Geschäftsrelevanz
- Notfallkontakte und Verantwortlichkeiten
- Schritt‑für‑Schritt‑Wiederherstellungsprozesse
- Kommunikationsplan
- Regelmäßige Tests und Aktualisierungen
Warum Disaster Recovery wichtig ist
- Minimiert finanzielle Schäden
- Erfüllt regulatorische Anforderungen
- Schützt Reputation und Kundenvertrauen
- Macht Unternehmen widerstandsfähiger